Ailin Nolmans, *1996, ist freischaffende Künstlerin mit Sitz in Zürich und arbeitet in der Schweiz sowie in Deutschland. Ihre Wurzeln liegen in den Niederlanden, Italien und Deutschland.
Bereits in ihrer Kindheit erhielt sie eine umfassende Ausbildung in klassischem und modernem Ballett und absolvierte die Ausbildungsdiplome der Royal Academy of Dance in London.
2019 schloss sie ihre Schauspielausbildung in Zürich ab. In ihrer bisherigen Theaterarbeit arbeitete sie unter anderem mit Peter Niklaus Steiner, Jordi Vilardaga, René Schnoz, Uta Plate, Verena Goetz, Kamil Krejci, Leo Lampert, Jules Claude Gisler, Stefan Pucher, Dalilah König, Jan Bosse, Mathias Ott, Carlo Ghirardelli, Barbara Bucher und René Pollesch zusammen. Darüber hinaus war sie bei mehreren Theaterproduktionen als Regieassistentin tätig.
Seit 2020 bewegt sie sich verstärkt in Richtung Performancekunst und erforscht die Schnittstellen zwischen Theater, körperbasierter Arbeit und bildender Kunst.
In transdisziplinärer Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen und internationalen Künstler:innen und Kollektiven entwickelte sie selbstkonzipierte multimediale Projekte wie Venus in Furs (2019), DODGER: untacked, Women’s Perspectives (2021), Maschinerei, wisdom.tooth (2022), The Fatigue, Swans in the Poppy Field, STACHEL, cleaning ritual (2023) sowie neuere Arbeiten wie I’m Packing My Suitcase with Signs of Societal Disintegration (2024), die Reihe erotica (un)productiva und starting to end, ending to start (2025).
Ailin realisierte zudem verschiedene Langzeitperformances wie cleaning ritual (2023), sweet treats (2024), Mad Hatter’s Tea Party oder Staying.22.22 (2025). Sie arbeitet regelmässig mit ihrem Kollektiv GON sowie im Duo mit Martin Jung und Martin Bas zusammen. Im vergangenen Jahr entwickelte sie ihre erste Soloarbeit ligamentum (un)vocale.
2025 performte sie in der Marina-Abramović-Retrospektive im Kunsthaus Zürich, 2026 in Le moineau von Angélique Aubrit und Ludovic Beillard im Kunsthalle Giessen (Sui Generis).
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit studiert Ailin Kulturwissenschaften und Literatur und arbeitet als Tutor:in und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich.
Ailins künstlerische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von persönlicher Biografie, Alltag und den soziopolitischen Strukturen ihrer Umgebung. Sie untersucht, wie diese Ebenen miteinander verwoben sind und sich performativ gegenseitig ermöglichen wie auch begrenzen. Die Verflechtungen zwischen anthropologischer Recherche und dem Ausloten der Potenziale des eigenen Körpers bilden den Kern ihrer Inspiration. Häufig erzählt durch aktive Langsamkeit, kollektive Erfahrung, das Aushalten physischer Zustände und Handlungen sowie durch unterschiedliche Formen des Navigierens von Bewusstsein, Präsenz und Aufmerksamkeit.
Ailin reagiert auf die Normativitäten zeitgenössischer Sozialstrukturen, indem sie symbolisch utopische Räume der Umstrukturierung öffnet — Räume, in denen sich konventionelle Konzepte von Zeit und Logik in etwas Neues, Rohes, , Verletzliches, Berührendes und Ehrlicheres auflösen.
AUSBILDUNG
27.06.2014: Eidgenössische Maturität
2015-2019: StageArt Musical & Schauspielschule, Diplom Schwerpunkt Schauspiel
Seit 2021: UZH BA in Populäre Kulturen und vergleichende Literaturwissenschaft
Tanz
klassisches Ballett: Royal Academy of Dance - Diplome der Grades 3 bis 8, Intermediate Foundation, Intermediate
ausserdem sehr gute Kenntnisse in: Jazztanz, Contemporary und Polefitness
Geburtsdatum: 15.07.1996
Spielalter: 18-35 Jahre
Nationalität: Deutschland/Niederlande/Italien
Wohnort: Berlin/Zürich
Sprachen: Deutsch (Muttersprache), Schweizerdeutsch (ZH Dialekt), Englisch (CAE Advanced-Diplom), Französisch, Italienisch, Niederländisch
Stimmlage: Mezzosopran
Grösse: 1.68 m
Statur: schlank, sportlich
Augenfarbe: braun
Haarfarbe: blond